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Kann Yoga bei Depressionen helfen?

Eine Einstündige Yoga Sequenz gegen leichte Depressionen/depressive Phasen

Yoga kann heilen. Sowohl auf der körperlichen als auch der geistigen Ebene. Nicht ohne Grund gibt es Yoga Therapie.

Yoga ist eine (Lebens-) Praxis bei der man übt, den Körper, die Seele und den Geist in Einklang zu bringen, sein wahres Selbst zu finden und zu spüren. Letztendlich unser Selbst mit den „höheren Energien“ zu verbinden.

Damit dies gelingt, gibt es je nach der individuellen Persönlichkeit einen passenden „Yoga Weg“.

In der westlichen Welt ist vor allem der Raja bzw.  Hatha Yoga bekannt. Hierbei finden wir über die Arbeit mit dem Körper zu uns selbst. Andere Yoga Wege sind Karma Yoga (Yoga der Tat und die Verbundenheit mit dieser), Bhakti Yoga (Yoga der Hingabe, z.B. durch gemeinsames Singen von Matren und Kirtan) und Jnana Yoga (Studieren von Yoga Schriften).

Yoga ist viel mehr als eine Stunde Atem- und Körperübungen, sondern eher eine Lebensweise in der man versucht alle Aspekte des Yogas zu integrieren.

Dazu gehören neben Asanas (Körperhaltungen), Pranayama (Energie/Atemübungen) und Meditation, vor allem auch der richtige und gesunde Umgang mit sich selbst und allen anderen Lebewesen (Gesunde Ernährung, Wahrheit sagen, sich rein halten, nicht stehlen, maßvoll sein, keine Gewalt ausüben etc.)

Depression ist eine Erkrankung des Nervensystems, bei der chemische Prozesse im Gehirn nicht mehr richtig funktionieren und es so zu negativen Gefühlen,  Gedanken und Stimmungen kommt, in Zusammenhang mit Erschöpfung, Lethargie und Freudlosigkeit.

Mit einer achtsamen Yoga Praxis kann man Depressionen entgegenwirken und den allgemeinen Zustand verbessern.

Ob allerdings eine Heilung der Depression mit Yoga geschehen kann, hängt von der Aus- und Einprägung der Krankheit ab. Im Yoga nennt man die Reaktionen auf die eigenen Gedanken, Emotionen und Gefühlen  Samskaras. Meistens sind diese Reaktionen immer wiederkehrende Handlungsweisen, die sich in uns  tiefer und tiefer einprägen. Wann immer es zu einem bestimmten Gefühl kommt, werden wir zunehmend  automatisch mit der gleichen Handlung reagieren. Die Samskaras werden mehr und mehr verstärkt. Diesem Kreislauf zu entkommen erfordert einiges an (Yoga)-Arbeit.

Je nach Schwere und Ausprägung der Depression, kann eine yogische Lebensweise und Praxis die geistige Erkrankung abschwächen oder sogar heilen. Dafür ist aber unbedingt die Zusammenarbeit mit einem Yoga Therapeuten nötig und die Praxis sollte von einem professionellen Yogalehrer oder -therapeuten begleitet werden, ähnlich wie bei einer Psychotherapie.

Dennoch ist es einen Versuch wert, eine Yoga Stunde zu kreieren, durch die man einem depressiven Zustand entgegenwirken oder sogar vorbeugen kann.

In meiner Yoga Stunde habe ich folgende Elemente eingebaut:

  1. Das Chanten von Mantren

Die positiv  aufgeladenen Vibrationen der Mantren entspannen Körper und Geist.

  1. Kabal Bathi

Das Shatkarma Kriya reinigt Körper und Geist und schafft so Platz für positive Energien.

  1. Bramari Pranayama während einiger Übungen

Das Bienensummen während des Ausatmens entspannt unseren Körper auf zellulärer Ebene, aktiviert unsere Hirnanhangsdrüse und Zirbeldrüse und bringt so unser Hormonsystem in Balance und führt zu einer geregelten Melatonin und Serotonin Ausschüttung, bringt also unseren Schlafrhythmus ins Gleichgewicht und führt zur vermehrten Ausschüttung von Glückshormonen.

Außerdem aktiviert Bramari Pranayama unsere höheren 3 Chakras, wodurch wir einen besseren Zugang zu uns selbst finden.

  1. Sonnengruß

Mit mehreren runden Surya Namaskar kommen wir aus dem lethargischen Zustand und bringen uns in Schwung.

  1. Aktive Asanas

Boot

Auch körperliche Asanas helfen uns mit  Kraft wieder ins Leben zu kommen.

  1. Aktives Atmen

Durch intensive Atemübungen wie Bhastrika, können wir uns über den Atem mit der Außenwelt verbinden und zu ihr finden.

  1. Herzöffnende Asanas

Rückbeugen aktivieren das Herzchakra, wodurch wir nicht nur Liebe wieder empfangen, sondern vor allem uns auch wieder Selbstliebe schenken können.

  1. Umkehrhaltungen

Asanas wie der Schulterstand, das Rad oder der Kopfstand unterstützen Udan Pran, das ist die Energie der uneingeschränkten Freude in uns. Außerdem wird durch das vermehrte Blut im Gehirn wiederum unser Hormonsystem ausbalanciert.

  1. Endentspannung

Mindestens 5 bis 10 Minuten Entspannung in Shavasana helfen uns in Einklang mit Körper und Geist zu kommen. Bei Shavasana lassen wir völlig los und lassen einfach nur geschehen. So erfahren wir, dass wir ein kleiner Teil eines Ganzen sind – zugehörig und gesund.

  1. Analoma Viloma mit Fokus auf das Dritte Auge

Wir bringen durch Analoma Viloma unsere Energien ins Gleichgewicht und unseren Geist zur Ruhe.

  1. Meditation Ajna Chakra

Durch die Meditation mit Fokus auf das dritte Auge kommen wir zur  Ruhe, finden einen Fokus und erlangen so Erkenntnisse und Zufriedenheit.

Diese Yoga Stunde entspricht einer ganzheitlichen Yoga Praxis, die alle Aspekte des Yogas miteinander verbindet.

Sie soll uns die Schwere nehmen und unserem Leben Freude, Leichtigkeit und Zuversicht zurückgeben, sowie den Kontakt zu unserem Innersten wiederherstellen.

Hier geht es zur Yoga Stunde gegen leichte Depressionen.

Diese Yoga Stunde ist für jeden geeignet, auch als regelmäßige Yoga Praxis. Bei schwerer Depression bitte vorher einen Arzt oder Therapeuten kontaktieren.

Namaste.