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Meine Yoga Reise

Wie alles begann

„Wie bist du eigentlich zum Yoga gekommen?“
Das ist eine mir häufig gestellte Frage. Mit 14 nahm mich meine Mutter erstmals mit zu einem Yoga-Wochenendes.
Damals verstand ich nicht viel von “Yoga“, mochte aber die akrobatischen Übungen, war stolz es in den Kopfstand zu schaffen, wunderte mich über das viele Atmen und wusste nichts mit mir anzufangen, als plötzlich alle ganz still wurden um zu meditieren.
Daraufhin habe ich meine Mutter immer wieder einmal zu einer Yoga-Stunde begleitet. Ich kann mich noch erinnern, wie einige Frauen um mich herumstanden und an mir zogen, um mich in den Krieger zu bekommen.

Privater Yoga Lehrer in Delhi

Als ich dann mit 19 Jahren (2009) nach Delhi kam, um für ein Jahr Freiwilligenarbeit für eine Organisation im Elendsviertel zu leisten, wurde meine Yoga-Praxis nicht nur deutlich intensiver, sondern vor allem regelmäßiger.
Drei Mal die Woche hatten meine Freundin und ich den Luxus eines privaten Yogalehrers. Noch immer war ich etwas ungelenk. Die Dehnungen bereiteten mir Mühe und auch mit Pranayama konnte ich noch nicht viel anfangen und empfand es eher als notwendiges Übel. Dennoch entwickelte ich einen ersten richtigen Zugang zum Yoga.
Auch, weil in Indien Yoga noch vielerorts wirklich gelebt wird. So machte unsere Vermieterin jeden Morgen ihre Atemübungen und, wenn wir im Park spazieren gingen, vernahmen wir schallendes Gelächter von den Lach-Yoga-Gruppen und beobachteten einzelne Inder, die im Park Yoga praktizierten.

Meine erste intensive Yoga-Ausbildung


Im Oktober 2012 reiste ich in den Himalaya-Bergort Manali und traf dort auf meinen zweiten Yoga-Guru. Er unterrichte Shivananda-Yoga und ich machte bei ihm einen siebentägigen Intensiv-Kurs, bei dem wir täglich sieben Stunden Yoga praktizierten, vor allem Asana und Pranayama. Ich wollte die Gelegenheit nutzen in Indien, dem Ursprungsland des Yogas, meine eigene Yoga Praxis zu verbessern. Schon am 2. Tag begann alles weh zu tun. Am 3. Tag wurde es noch schlimmer, aber langsam begann ich zu verstehen, dass es im Yoga vielmehr um eine Innere, als um eine äußere Praxis, geht  Dennoch wurde auch mein Körper allein in dieser einen Woche deutlich flexibler.

Ich mochte diesen Guru und entschloss mich, bei ihm ein intensives einmonatiges Yoga-Training zu absolvieren. Das Programm war ähnlich dem eines Yoga-Lehrer-Programms, mit einer strengen Tagesroutine, vielen Stunden auf der Matte und dazu Philosophie-, Mantra- und Shatkarma- Unterricht.
Ich war seine einzige Schülerin und stapfte jeden Morgen durch den tiefen Schnee zu seinem Yoga-Zimmer. Manali ist im Sommer ein geschäftiger Touristenort, doch im Winter sind fast alle Läden zu und so lebten nur ich und die Einheimischen im Ort.
Auch noch im Nachhinein, fühlt sich die Erinnerung daran für mich noch besonders an. Mit dem Guru hatte ich eine enge Lehrer-Schüler Beziehung, fast so, wie in einigen traditionellen Büchern darüber gesprochen wird. Ich lebte ein einfaches Leben und praktizierte Yoga.

Yoga Lehrer Ausbildung in Goa

Ein Jahr darauf entschloss ich mich, nun eine zertifizierte Ausbildung zu machen und fand eine passende Yoga-Schule in Goa, die von Vijay, einem über 55-jährigen Ashtanga-Yogi, geführt wurde. Bei „Universal Yoga“ erhielt ich unter Palmen am Meer eine fundierte Ausbildung im Ashthanga- und Hatha-Yoga mit Fokus auf die korrekte Anleitung, Ausführung und Korrektur in den Asanas. Außerdem traf ich wohl auf den besten Yoga-Philosophie-Lehrer, den ich mir wünschen konnte und erhielt Einblick in Patanjalis-Yoga-Sutras.


Im Anschluss an diese 200-Stunden-Yogalehrerausbildung begann ich regelmäßig in meinem Wohnort Manali Yogaunterricht zu halten. Ich hatte Spaß daran, Reisende aus der ganzen Welt zu unterrichten, doch mit der Zeit fehlte mir die Tiefe in meiner eigenen Praxis und meinem Yoga-Wissen und so entschloss ich mich 2014 eine weitere Yogalehrerausbildung zu machen.

Yoga Therapie Kurs im Ashram

Dieses Mal sollte der Fokus auf die Yoga-Therapie und Meditation gelegt werden und so entschied ich mich für das Paramanand-Ashram in Indore, einen touristisch gänzlich unbekannten Ort mitten in Indien. In dieser 300-stündigen Yogalehrerausbildung lebte ich nicht nur das Leben eines Ashrambewohners, sondern wurde in die Welten des Pranayama und der Meditation eingeführt.

Außerdem erhielten wir Teilnehmer speziellen Yoga-Therapie-Unterricht, um als Yogalehrer auch körperliche und mentale Leiden zu mindern.
Nach dieser Zeit entwickelte ich nicht nur stark meine eigene Yoga-Praxis, sondern begann auch, Yoga-Reisen und Retreats anzubieten.


Im Jahr 2015 und 2016 folgten Ausbildungen in Daramshala in Ayurvedischer Massage und Thai-Yoga-Massage. Außerdem lebte ich für mehrere Wochen im rajasthanischen Shri-Jasanth-Ashram, um dort die Ashrambewohner und indischen Kinder im Yoga zu unterrichten.


Während einer Yoga-Reise mit einem Gast, lebten wir für einige Tage schließlich im Anand-Prakash-Ashram in Rishikesh.
Auch der Guru des Ashrams selbst, Vishvketu ji, war vor Ort und leitete zu dieser Zeit eine Yoga-Lehrer-Ausbildung.
Was ich damals in seinen morgendlichen Yoga-Stunden erlebte, war unfassbar. Plötzlich wurde Yoga zu einem Ganzen! Vishvketu verstand es, in seinen selbstentwickelten Stunden Yoga-Philosophie, Asana, Pranayama, Meditation und Mantra zu kombinieren und alles miteinander verschmelzen zu lassen.
Jede Yoga-Stunde mit ihm war wie ein neues Erwachen und für mich stand fest, wenn ich auf meinem Yogaweg weiter reisen möchte, dann mit ihm.

Yoga Lehrer Ausbildung in Rishikesh


Genau ein Jahr später (Oktober 2017), saß ich wieder vor ihm auf der Matte, dieses Mal als Schülerin für die sechswöchige 300-Stunden-Yogalehrerausbildung.
Was ich in dieser Zeit lernte und erlebte, ist wohl das Wissen eines ganzen Lebens. Nicht nur, dass ich persönlich auf meinem eigenen Yogaweg reifte, sondern ich lernte auch ganz spezielle Yoga-Stunden zu unterrichten, vertiefte mein Wissen in Yoga-Anatomie und entwickelte ein klareres Bild von der Yoga-Tradition und -Philosophie.


In dieser Zeit entdeckte ich auch meine Liebe zum Bhakti-Yoga mit Mantra chanten und Kirtan singen und nahm parallel Unterricht im Harmonium spielen. Das Harmonium wurde seit dem zu einem wichtigen Begleiter.


Ich praktiziere weiterhin regelmäßig Yoga und kombiniere die verschiedenen Yoga-Richtungen meiner Lehrer mit meinem eigenen Stil. Ich unterrichte und leite Retreats und Workshops in ganz Indien.
Durch meine Leidenschaft zum Sport, versuche ich auch Yoga als Ergänzung und Ausgleich in mein Training einfließen zu lassen und setze mich eng mit Yoga und Sport auseinander.


Ich erfreue mich an meiner Yoga-Reise, die wohl nie Enden wird. Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse, eine andere Sichtweise, ein weiteres Aha-Erlebnis, das mich mit kindlicher Freude am Yoga erfasst.
Ich wünsche diese Freude auch meinen Schülern vermitteln zu können.

Update:

In 2019 kam eine Ausbildung in Klangschalen Therapie und Nada Yoga/Mantra Yoga mit Shiva Girish in Goa hinzu.

Außerdem absolvierte Sarah einen intensiv Ashtanga Kurs bei Vijay Kumar, ihren alten Lehrer von Universal Yoga.