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10 Tipps zum Geldverkehr in Indien

Indische Rupien

Indische Rupien

Es gibt kaum eine schlimmere Sache, als während seines Urlaubes in einem fremden Land nicht mehr an sein Geld zukommen.

Dass man ziemlich schnell einmal ohne Geld in Indien darstehen, kann  ganz schnell passieren: Entweder ist der Automat leer, man hat sein Kreditkartenlimit erreicht, die Geldkarte wird nicht akzeptiert oder, oder, oder!

Und obwohl man in Indien mittlerweile doch ziemlich viel bargeldlos bezahlen kann, ist die Bezahlung mit Bargeld immer noch üblich.

Gerade in meiner Anfangszeit in Delhi in 2009, kam es nicht selten vor, dass ich die Tage damit zugebracht habe, von einem Automaten zum nächsten zurennen, weil scheinbar jeder Automat im Umkreis von 5 km leer war.

Oder aber meine Kreditkarte war leer und aufgrund von mehreren Feiertagen in Deutschland habe ich tagelang in Rishikesh festgehangen, bis ich wieder Geld aufladen konnte!

Mittlerweile  habe ich das „Geld-Problem“ ganz gut in den Griff bekommen:

Ich vermeide Sonntage- Geldautomaten sind dann generell leer!

Ich habe zwei Kreditkarten und zwei Giro Karten- eine wird schon funktionieren!

Ich habe mein Kreditkartenlimit aufgestockt!

Ich  wohne hier, die Leute kennen mich und in Indien ist es üblich anzuschreiben.

Diese Maßnahmen sind alle sehr nützlich für mich. Im folgenden noch zusätzlich ein paar Tipps und Hinweise dazu, an was ihr schon in Deutschland denken solltet, damit der Geldfluss in Indien nicht zum stoppen kommt und wie ihr die Sache mit dem Geld in Indien am besten handhaben solltet! Denn es wäre schade, wenn ihr in Indien nicht an euer Geld kommen könnt, bei all den schönen Tüchern, Schmuck und Kunstartikeln, die es hier so schön zukaufen gibt 😉

Tipp Nr 1

Besorgt euch eine Kreditkarte mit der ihr weltweit kostenlos Geldabheben können. Ich bin mit meiner DKB Karte zum Beispiel sehr zufrieden! Funktioniert einwandfrei und man bekommt sogar die Gebühren erstattet, die eventuell die indische Bank bei Abhebungen mit ausländischen Kreditkarten nimmt.

Tipp Nr 2

Nehmt Bargeld zum Tauschen und für den Notfalk mit. Es kommt öfter vor, dass an Feiertagen ein Automat nicht funktioniert oder dass es in gewissen Orten einfach keinen gibt! Ohne Spaß, manche Orte sind so weit abgelegen, das man nur mit Cash weiterkommt. Selbst im touristischen Hampi liegt der nächste Automat 15 km entfernt! Mit Euro, Dollar und Pfund kommt man immer und überall weiter. ich empfehle ca. 100-200 € pro Reisewoche.

Tipp Nr 3

So wenig wie möglich Geld am Fughafen tauschen. Hier ist der Kurs natürlich sehr schlecht. An den Flughäfen gibt es auch Geldautomaten oder ihr tauscht Geld erst im Hotel. Fast alle Hotels bieten „Money Exchange“ an.

Tipp Nr 4

An den meisten Bankautomaten kann man mit einem Mal oft nicht mehr als 10000 Rupien abheben (ca 130 Euro). Benötigt ihr jedoch einmal mehr, ist das kein Problem: Einfach Karte wieder rein, Pinn eingeben und diese Prozedur beliebig oft wiederholen, bis ihr das nötige Geld beisammen haben.

Tipp Nr 5

Die meisten Bankautomaten funktionieren in Indien so, das man die Karte hinein schiebt und gleich wieder heraus zieht, also nicht drinnen lässt. Oft benötigt es einen gewissen Schwung beim herausziehen, damit die Karte gelesen wird.

Danach muss man sich entscheiden, ob der Betrag unter „Current“, „Savings“ oder „Credit“ abgebucht werden soll. Bei mir haben immer alle drei Varianten funktioniert, aber „Credit“ geht auf jeden Fall immer.

Tipp Nr 6

An machen touristischen Orten gibt es Kinder, die einem danach fragen, ob man nicht ein Geldstück aus seinem Land hätte und ob man es nicht als Sammelstück geschenkt bekommen könnte. Kein Problem, denkt man sich, das bisschen Kleingeld, wenn’s dem Kind eine Freude bereitet und es kann ja eh nichts mit einem Geldstück anfangen! Denkt man!!!!

Denn dann kommt schon ein anderes Kind zu einem gelaufen, hält einem ein Eurostück vor die Nase, sagt es hätte es gefunden und fragt wie viel Wert es sei und ob man es nicht eintauschen könnte! Ach, wie raffiniert die indischen Kinder doch sind!!!

Tipp Nr 7

Mir wurde noch nie etwas in Indien gestohlen. Toi, toi, toi. Und ich gehöre zu den Menschen, die ihre Taschen gerne einmal vergessen zu schließen und die Scheine schon herausgucken. Erst gestern bin ich wieder von einem Inder darauf aufmerksam gemacht worden, dass ich gerade Geld verliere!!!

Dennoch sollte man darauf nicht spekulieren. Es gibt auch andere Pflaster in Indien, als Manali und in Orten wie Agra, Delhi oder Varanasi machen diese flachen Bauchtaschen, die unter die Hose passen, schon irgendwie Sinn.

Tipp  Nr 8

In Indien funktionieren die meisten Dinge übrigens immer noch nur mit Bargeld. In den letzten zwei Jahren hat sich zwar viel getan und an manchen Orten kann man auch bargeldlos bezahlen (dann jedoch  oft mit Gebühr), meistens jedoch nicht. Man braucht also Bargeld!

Tipp Nr 9

Indien ist ein wirklich günstiges Reiseland  und mit 10000 rs kann man schon sehr weit kommen, wenn man es richtig macht! So viel Geld braucht ihr also gar nicht! Schon gar nicht, wenn ihr eine Reise gebucht habt.

Tipp Nr 10

Wenn hohe Beträge für eine gebuchte Tour oder ähnliches gezahlt werden müssen, kann auch eine Überweisung Sinn machen. Das ist natürlich direkt vom deutschen Konto zum indischen Konto mit vielen hohen Gebühren verbunden.

Hier empfehle ich Portale wie Tranferwise  um mit wenig oder gar keinen Gebühren, Geldbeträge auf ein indisches Konto zu überweisen. Ich selbst benutze Currency Fair, die einen super Kurs und keine Gebühren haben. Hat man sich ersteinmal angemeldet, ist der Prozess auch recht unkompliziert. Oft wird auch Paypal genutzt.