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Indien mit dem Wohnwagen erkunden – Vorsicht ist geboten 

Reisen auf eigene Faust durch den indischen Subkontinent sind beliebt aber auch eine besondere Herausforderung. Mit dem Wohnmobil fährt muss vieles beachten.

Durch Indien mit dem Longhorn Caravan?

Camping ist in Indien noch nicht allzu sehr verbreitet. Vor zwei Jahren hat die Firma Longhorn Caravan den ersten indischen Caravan überhaupt auf den Markt gebracht und ist damit in eine Nische gestoßen.

Der indische Subkontinent mit etwa 1,2 Milliarden Einwohnern holt schließlich gerade kräftig auf in Sachen Mobilität.

Viele Menschen machen heute ihre ersten Reisen ins Ausland, aber auch durch das eigene Land. Eine Reise mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen durch Indien verspricht viel Freiheit und Abenteuer, ist aber auch eine richtige Herausforderung, vor allem wenn es durch die Städte oder über unbefestigte Straßen geht.

Europäischer Retro Style außen und indischer Chic innen

Der Longhorn Caravan mit einem GfK-Monocoque-Aufbau aus Polycarbonat und einer Gesamtlänge von 4,70 Meter mutet außen an wie ein europäisches Modell aus den 1960er Jahren, ist jedoch insgesamt bis auf den vorderen Teil etwas eckiger und schmaler geraten. Es gibt drei Fenster und einen Dachlüfter. Hinten am Heck können am Fahrradträger zwei Fahrräder fixiert werden.

Beim ersten Blick nach innen, fühlt man sich direkt in die Kulisse eines Bollywood-Filmes versetzt. Anstatt der üblichen Schlafgelegenheiten wie bei Wohnwagenmatratze.com besteht der Innenraum fast nur aus einem auf gleich drei Seiten eingebauten und ausklappbaren Ledersofa und wird damit den Ansprüchen indischer Familien gerecht. Einmal zum Schlafplatz umgebaut, haben drei Personen Platz.

Unter dem Sofa und im oberen Teil im Hangeschrank gibt es Stauraum für persönliche Dinge und für einen Gasbehälter. Der eingebaute Kompressor-Kühlschrank hat ein Fassungsvermögen von 65 Litern. Platz für eine Mikrowelle gibt es ebenfalls. Die Toilette, Dusche und das Waschbecken befinden sich im hinteren Teil.

Der Sanitärbereich ist etwas großzügiger gestaltet, als in vergleichbaren europäischen Modellen. Eine Heizung und die Möglichkeit Wasser zu erwärmen, gibt es ebenfalls. Die elektrische Anlage mit einer eingebauten Batterie ist auf 12 oder 230 Volt ausgelegt. Eine kleine Solaranlage kann gegen Aufpreis bestellt werden.

Der Wassertank hat ein Fassungsvermögen von 100 Litern und eine Druckpumpe. Der ausklappbare Tisch im Wohnwagen ist nicht fest montiert und kann daher bequem auch außerhalb des Wohnwagens genutzt werden.

Was bei Reisen durch Indien mit dem Wohnmobil beachtet werden sollte

Der Sicherheitsaspekt bei Reisen durch Indien steht an an erster Stelle. Die Kriminalitätsrate ist hoch und in verschiedenen Landesteilen gibt es Spannungen zwischen verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen. Raubüberfälle können jederzeit vorkommen, weshalb bei der Planung der Reise und vor allem der Suche eines Stellplatzes für die Nacht viel Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Der Rastplatz ist aus Sicherheitsgründen bereits tagsüber anzusteuern.

Echte Campingplätze sind eher unüblich. Eine Rundtour sollte wegen der Schlafplätze mit sicherer Abstellmöglichkeit für das Wohnmobil am besten zusammen mit einer auf Indien spezialisierten Reiseagentur geplant werden. Private Reiseagenturen in Indien geben sich oft als „staatlich anerkannt“ aus und versuchen Touristen mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf überteuerter Pakete zu drängen.

Teure Wertgegenstände sollten nicht mitgeführt werden. Wasser sollte keinesfalls aus Leitungen entnommen werden, da es vielerorts keimbelastet ist. Das gilt auch für das Geschirrspülen und Zähneputzen. In Notfällen sollte das Wasser gründlich abgekocht werden.