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Yoga Lehrer Ausbildung in Indien- Woche Nummer 5

Waren die Anforderungen in den letzten vier Wochen meiner Yoga Lehrerausbildung intensiv, so wurden diese Intensität in der 5. Woche nochmals um ein gutes Stück getoppt.

Jetzt, wo ich hier direkt am Ganges an meinen Laptop sitze, bin ich noch immer völlig überwältigt von den letzten Tagen und weiß gar nicht so recht, wo ich beginnen soll.

Ein wichtiger Teil dieser Woche war auf jeden Fall, dass ich eine Kundalini Yoga Stunde unterrichtet und damit alle meine drei Praktika erfolgreich absolviert habe. Außerdem habe ich die großartige  „ Hari Om Mediation“ am Donnerstagabend geleitet. Die Meditation kam sehr gut an. Einmal mehr durfte ich erfahren, wie gern ich mit Klang, Musik und meiner Stimme arbeite. Trotz der vielen Termine in dieser Woche habe ich sogar Zeit für meinen Harmonium Unterricht gefunden und freue mich heute Abend auf ein Kirthan Konzert. Die indischen Mantras und Kirthans sind eine wahre Kraftquelle und ein sehr guter Ausgleich für die ganze Kopfarbeit hier.

Da es nun richtig dem Kursende entgegengeht, ist der Fokus des Unterrichtsinhaltes mehr auf die Yoga- Psychologie gelegt, mit vielen Gelegenheiten zur Selbstreflektion und praktischen Anwendungen.

Außerdem entdecken wir Yoga als Therapie Form und nutzen alle Aspekte des Yogas um therapeutische Programme für verschiedenste Krankheitsbilder zu entwickeln.

Eine wichtige Rolle spielen hier besonders die Atemübungen-Pranayama.

Mein tägliches Highlight bleiben die morgendlichen Yoga Stunden mit Vishwa ji selbst. Seine ganzheitlichen Unterrichtsstunden sind eine unglaubliche Inspiration und nachdem ich am Ende seiner Stunden aus einer tiefen Mediation komme und zur Feuerzeremonie die Treppen hinab steige bin ich jedes Mal voller neuer Erkenntnisse.

In dieser Woche hatten wir auch ein gefülltes Abendprogramm: Satsang mit Guru ji, ein Ausflug in den Hare Krishna Tempel mit viel Tanz und anschließenden 3 Sterne Abendessen (Es gab Buffet und wir saßen auf Stühlen!!) und abendliche „Transformelle Erfahrungen“, die  die Kursteilnehmer als Praktikanten leiteten. Transformelle Erfahrungen sind nichts eigenartiges, sondern Aktivitäten, bei denen man aus seiner eigenen normalen Gedankenwelt in neue Denkstrukturen geleitet wird und „Aha“ Momente erlebt (z.B. Ausdruckstanz, Gehmeditation, Bewusstes Essen, geführte Meditationen etc.)

Das Highlight der Woche war die Namenszeremonie am Montagabend. Unser Guru Vishwa ji hat jeden von uns während der sehr feierlichen Zeremonie einen spirituellen Namen gegeben, der uns auf unseren Yoga Weg begleiten wird und uns auf diesen Weg Kraft gibt. Jeder unserer Namen hat eine ganz besondere und persönliche Bedeutung und ist auch gleichzeitig unser Guru Mantra, also ein Mantra, das wir für unsere persönliche Meditation nutzen.

Mein spiritueller Name lautet Sudha Mukti und bedeutet „Purer Nektar der Freiheit“. Vishwa ji hat mir auf den Weg gegeben,  Menschen auf ihrem Weg in die eigene Freiheit zu unterstützen. Das passt natürlich hervorragend, sei es in Yoga Stunden, auf Trekking- oder Moutainbike reisen.

In dieser Woche blieb kaum Zeit für Reflektion, ich hatte ja an manchen Tagen nicht mal mehr die Zeit, mich in Ruhe zu duschen, geschweige denn meine Wäsche zu waschen. Oft fiel ich abends nur in einen erholsamen Schlaf und fand mich dann am nächsten Morgen um 5 Uhr auch schon wieder in Meditationshaltung auf meiner Yoga Matte ein.

Auf der einen Seite fühle ich mich nach fünf Wochen ausgequetscht wie eine Zitrone und bin sehr gespannt was überhaupt noch in der letzten Woche aus mir herauskommen soll. Andererseits bin ich so voll – voller Zufriedenheit, Liebe, Stabilität und Glück. Aber auch voller neuer Erkenntnisse und Wissen, das verarbeitet  und angewandt werden möchte.

Hari Om-