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Yoga, Yoga, Yoga

Yogalehrerausbildung in Indore im Paramand Institut für Yoga Forschung und Wissenschaft

So der Monat November ist vorbei und damit auch mein intensives, intensives, intensives Yoga Training. Offiziell bin ich nun 500 Stunden zertifizierte Yogalehrerin der international anerkannten Yoga Alliance und habe ein Zertifikat in Yoga Therapie.

Yogalehererausbildung

Yogalehererausbildung

Während der letzten vier Wochen habe ich nicht nur Yoga vielfältig studiert, sondern habe Yoga gelebt, gedacht und war Yoga. daher hatte ich auch leider gar keine Zeit, hier von mir hören zu lassen.

Ich habe meinen Kurs in Indore im Paramand Institut absloviert. Indore liegt in Zentral Indien im Bundesstaat Madya Pradesh. Hier mitten in der flachen und ländlichen Großebene des indischen Subkontinents habe ich in einem Ashram mit nein weiteren Studenten gelebt. Wit hatten alle unser eigenes Zimmer und wurden von unserer Köchin Annapurna (der Name bedeutet, diejenige, die uns ernährt) regelmäßig mit einfacher vegetarischer Kost verpflegt.

Im folgenden werde ich meinen Ashram Alltag vorstellen und ein paar Highlights der 4 Wochen herausstellen.

Mein Tag begann jeden Morgen um 5 Uhr. Um 5:30 begann meine eigene Selbstpraxis bis 7 Uhr. In dieser Zeit fand ich sowohl Zeit für mich selbst, musste jedoch auch täglich meine drei persönlichen Asanas (Haltungen) und zwei Pranayamas(Atemübungen) üben, die ich von unserem Guruji aufgetragen bekommen hatte. Dabei handelte es sich bei den Asanas um ziemlich fortgeschrittene Posen, wie die Königstaube, den dritten Krieger und Padangusthasana, eine auf einem Bein hockende Balance-Übung. Doch durch das regelmäßige Üben, schaffte ich die drei Asanas fast perfekt zu meistern.

Nach der Selbstpraxis hatten wir einen 1 1/2 stündigen Unterricht mit Guruji selbst. Guruji  (Dr. Omanand) leitet diesen Ashram, ist President der Hindu Universität in Florida und hat mehr als 16 Bücher geschrieben.

Segnung von Guru ji

Segnung von Guru ji

In seinem mogendlichen Unterricht lernten wir verschiedenste Meditationstechiniken, machten Fallstudien mit seinen Patienten (Yogatherapie) und wurden in gewisse Shatkarmas (Reinigungsübungen) eingeführt. So hatte er großes Vergnügen, als wir uns an Shank Prakshalan (Salzwassertrinken, solange bis der Stuhl wie Wasser aus dem Darm kommt mit dreitägiger Diät), Sutra Neti (einen Pfaden von der Nase aus dem Mund ziehen) und Kunjal ( Salzwasser Trinken und erbrechen).

Nach der morgendlichen Stunde ging es zum Obst-Frühstück. Mehr oder weniger gestärkt habe ich mich dann an meine Karma Yoga Arbeit gemacht. Karma bedeutet Aktion, Arbeit etc. Karma Yoga bedeutet etwas selbstlos zu machen ohne irgendwelche Erwartungen an dem Resultat der Arbeit zu haben. Die Arbeit sollte so perfektioniert sein, dass die Arbeitsschritte automatisiert sind und dadurch der Geist zur Ruhe kommt. Ich malte die Göttin der Künste und Wissenschaften Saraswati in den Eingang des Ashrams.

 Saraswati- Göttin der Künste und Wissenschaften

Saraswati- Göttin der Künste und Wissenschaften

Dann begann der Unterricht. Der Unterricht bestand aus Asanas/Pranayama (weniger um die eigene Praxis, als vielmehr um die Sachgemäße Ausführungen und Yogatherapeutische Inhalte), Anatomie, Yoga Philosophie (Studieren der Schriften Bhagavad Gita, Patanjali Yoga Sutra und Hatha Yoga Pradipika), Ayurveda und Yoga Therapie.

Insgesamt hatten wir 2 Stunden vor dem Mittagessen und zwei Stunden am Nachmittag.

Am Abend wurden wir in die Meditation eingeführt.

Der gesamte Unterricht wurde von excellenten Lektoraten gehalten, die alle entweder Doktoren oder Professoren waren und nicht nur extremes Fachwissen besaßen, sondern vor allem Vermittlungstalent  und Leidenschaft für Yoga.

Doch der Tag wäre noch nicht so intensiv gewesen, wären da nicht noch die ein oder andere Hausaufgabe und die schriftliche Abgabe einer Tageszusammenfassung in Form einer Email täglich an Guru ji.

Meistens endete der Tag gegen 22:30 Uhr.

Unsere Sonntage waren frei, so dass wir oft in der Gruppe Ausflüge in näher gelegenen Tempel und in die heiligen Städte Ujjain und Omkareshwar unternahmen.

Höhlentempel Ujjain

Höhlentempel Ujjain

tempel Tour

tempel Tour

Ganz besonders war für mich die private Zeremonie mit Guruji in der ich meinen spirituellen Namen Maa Saraswati Anand, sowie mein ganz persönliches Mantra erhielt. Für die Zeremonie musste ich Blumen, Prasad ( Süßigkeiten als Opferspeise) und eine Mala (Gebetskette) besorgen. Frisch gebadet und mit bedeckten Kopf, begann ich die sehr intensive Zeremonie. Es fand am 8. November, meinem 2. Geburtstag statt.

Zeremonie Vorbereitungen

Zeremonie Vorbereitungen

Ein weiteres Highlight war für mich der Besuch des Yoga Therapeuten Dr Bandres in seiner Praxis. Seine Heilmethoden und fundiertes Wissen, haben mich in eine bestimmte Richtung auf meinen weiteren Weg in der Yogatherapie gelenkt.

Und dann gab es da noch so witzige Veranstaltungen wie „Yoga auf der Straße“ am Sportstag in Indore, sowie einen Asana- und Malwettbewerb. Wir waren also stetig beschäftigt!

Teilnahme am sonntäglichen Sportstages auf den Straßen Indores

Teilnahme am sonntäglichen Sportstages auf den Straßen Indores

Malwetbewerb

Malwetbewerb

Der eine Monat war unglaublich gut, auch wegen der vielen tollen Menschen, denen ich dort begegnet bin. Unsere Lehrer habe ich ja schon erwähnt, doch waren dort auch tolle Angestellte, die uns unseren Aufenthalt so einfach gemacht haben. Hier ist besonders Mahesh zu erwähnen, der uns immer mit einem Lächeln begegnet ist, unsere Touren organisiert hat und unsere Lieblingsessen zubereitet hat. Meine Mitstudenten wurden zu engen Freunden und Weggefährten, von denen ich schon jetzt einige vermisse, aber auch bald wiedersehen werde!

Mitstudenten

Mitstudenten aus Kanada, Deutschland, Tschechien, Holland, Taiwan, Kolumbien und den USA