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Tag drei und vier der Expedition auf den Hanuman Tibba

Tag 3 Vom Base Camp zum Camp 1

Nun sollte es also richtig los gehen: Ganz auf uns allein gestellt verließen wir das Base Camp und machten uns schwer beladen auf den Weg hoch zum  ersten Camp. Natürlich waren wir uns dessen bewusst, dass wir längst noch nicht die gesamte Last trugen, hatten wir ja schon gestern unsere komplette Verpflegung und Ausrüstung hinauf geschafft. Der Weg war uns ja schon bekannt und wir schafften die gesamte Strecke innerhalb von drei Stunden. Dadurch hatten wir genügend Zeit uns im Camp auszuruhen. Ich bin auf  dem Weg ganz schön ins Schwitzen gekommen und habe mir schnell trockene Kleidung angezogen. Jetzt im Oktober war es schon ziemlich bin au kalt, sobald die Sonne verschwand.

Ich mache es mir im Zelt gemütlich

Ich mache es mir im Zelt gemütlich

Ich lag gemütlich im Zelt und las ein Buch, zwischendurch gab es warmen Tee und Suppe. Schon um 7 Uhr sind wir in unsere Schlafsäcke gekrochen und haben geschlafen. Der morgige Tag würde anstrengend werden!

Kochen im Zelt

Kochen im Zelt

Tag 4 Über den Tentu Pass zum Camp 2

Was für ein Tag!

Zum einen musste das Gepäck neu verteilt werden. Da ich nur einen kleinen Rucksack hatte, eigentlich vollkommen ungeeignet für diese Zwecke, entschloss ich mich, das Zelt einfach an meine Tasche zu befestigen.

An diesem Tag trug ich knapp 20 Kg und das spürte ich deutlich. Langsam mühte ich mich Schritt für Schritt weiter nach oben.

Heute war ein großer Tag! Wir begannen heute mit dem „richtigen“ Klettern und schnürten uns unsere Steigeisen an und setzten die Helme auf. Auf 70 bis 80° steilen Schneehängen zogen wir uns an den von unseren Bergführern befestigten Seilen nach oben. Mit „Wir“ sind unser Kunde und ich gemeint.

Mit Steigeisen und Eispickel geht es steil hinauf

Mit Steigeisen und Eispickel geht es steil hinauf

Die anderen Drei liefen einfach sicher die Steilen Schnee- und später Geröllhänge hinauf. Ich hatte nicht so viel vertrauen in meine Crampons und zog mich im wartsten Sinne des Wortes hoch. Ich bin mir sicher, Bergsteiger mit besserer Technik, brauchen dies nicht zutun. Ich jedoch war froh um die Seil-Unterstützung und obwohl meine Arme vom Gewicht schmerzten, war ich froh darum!

Kurz vor dem Pass geht es über Geröll

Kurz vor dem Pass geht es über Geröll

Weiter oben, kurz unter den 5000 Meter hohen Pass, gab es wie gesagt nur loses Geröll, hier war es besonders schwierig einen festen Stand zu finden. Um so glücklicher war ich, endlich, nach Acht Stunden, den Pass erricht zu haben. Auf der anderen Seite breitete sich vor meinen Augen eine Sanfte, vom Schneebedeckte Gletscherlandschaft aus! Zu meiner rechten Seite ragte der Gipfel des Hanuman Tibbas in seiner ganzen Pracht hervor, immer noch Tausend Meter weiter oben! Hier spürte ich die Gewalt dieses Berges in seiner ganzen Form. Bei seiner weiteren Betrachtung, konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie seine steilen Fels- und Eiswände zu erklimmen seien!

Der lange Anstieg hat sich gelohnt! Wir erreichen den Tentu Pass. Im Hintergrund ragt der Hanuman Tibba auf!

Der lange Anstieg hat sich gelohnt! Wir erreichen den Tentu Pass. Im Hintergrund ragt der Hanuman Tibba auf!

Doch die Besteigung war sowieso viel zu Weit entfernt, Nun war einfach nur wichtig, dass nächste Camp zu erreichen und mich von dem Schweren Sack zu befreien. Das Camp war wunderschön an einem See gelegen mit Blick auf den Gipfel und etwas unterhalb des Tentu Passes.

Wir freuten uns wie Kinder zu Weihnachten, als wir am Camp von anderen Trekkingruppen zurück gelassenen Reis, Kartoffeln, Zwiebeln, Kerosin und sogar eingelegtes Gemüse fanden, das zu einem richtigen Festmal verarbeitet wurde.