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Wie sicher bin ich als Frau in Indien?

Frauen Reisen durch Indien

Frauen Reisen durch Indien

Delhi Zentrum. Mitternacht. 31. Dezember 2009. Die Straßen sind dunkel und verlassen, keine Menschenseele außer mir und meiner Freundin in den stillen Gassen der tagsüber so erfüllten Metropole. Da, plötzlich Menschen. Sie kommen näher,auf uns zu: 10 Jungen, angetrunken, ausgelassen. In Feierlaune. Sie sehen uns, werden schneller, sind schon da. Reichen uns die Hände und wünschen lautstark „Happy New Year! Happy New Year!“ und dann lassen sie nicht mehr los, ihre Hände auf einmal überall!!! Ein lauter Schrei und sie rennen davon…

Dieses Ereignis vor 5 Jahren, als ich zusammen mit einer Freundin als Freiwillige in Delhi arbeitete, macht mich noch heute traurig. Ja traurig. Nicht wütend oder ängstlich. Nein. Ich bin nur noch immer enttäuscht darüber, dass es einige wenige männliche Inder gibt, die den Ruf ihres  wunderbaren Landes zerstören und Frauen angst machen, Indien kennen zulernen.

Ich weiß nicht, was geschehen wäre, hätte meine Freundin in dieser Nacht nicht ihre Gedanken zusammen genommen und laut geschrien.

Damals, beide neunzehn Jahre alt, lebten wir bei einer älteren Inderin, die uns ständig davor warnte, noch im dunkeln draußen zu sein oder mit männlichen Indern etwas zu unternehmen.

Wir nickten nur,  nahmen, die alte Frau jedoch nicht sehr ernst, stiegen in Autos angetrunkener Männer, kamen nachts vom Kino wieder oder schliefen in der billigsten Zugklasse, die mit Männern überfüllt waren.

Bis auf den einen Vorfall ist uns nie etwas passiert. Und dennoch, heute 5 Jahre nach meiner Freiwilligenzeit,  lebe ich zwar noch immer in Indien, jedoch deutlich vorsichtiger als zuvor!

Ich liebe dieses Land. Ich bin nie in meinem Leben so glücklich gewesen, wie in Indien: Tolle Natur, das beste Essen, bunte Farben, interessante Kulturen, die freundlichsten Menschen und ganz viel Spiritualität.

In diesem Artikel möchte ich keine Verhaltensvorschläge für Frauen geben, die nach Indien Reisen, davon gibt es schon zu viele. http://www.frau-auf-reisen.de/?p=4500

Ich möchte in diesem Essay von meinen ganz persönlichen Leben als Frau in Indien erzählen und meine Erfahrungen teilen, die ich mit der indischen Männerwelt gemacht habe.

Trotz der Warnungen der Medien, meiner Familie und Freunde, habe ich mich ganz bewusst für ein Leben in Indien entschieden und es nie bereut.

Ich muss dazu sagen, dass ich natürlich nicht in Delhi oder in einen der anderen Metropolen Indiens lebe, auch ein leben in den ärmsten Staaten Indiens, wie in Bihar oder Madya Pradesh, reizt mich nicht wirklich.

Nein, ich lebe in einem kleinen Bergdorf im indischen Himalaya: in Manali. Manali befindet sich 500 km nördlich von Delhi  und ist ein sehr beliebter Touristen Ort, sowohl bei indischen, als auch bei westlichen Touristen. Hierher zieht es viele zum Outdoorsport in den Bergen und so bin auch ich nach Manali gekommen.

Indien ist nicht gleich Indien. Oft werden mir allgemeine Fragen zu Indien gestellt und es fällt mir schwer sie zubeantworten. Der indische Subkontinent ist 3, 3 Millionen km² groß mit 29 Staaten. Jeder einzelne von ihnen unterscheidet sich landschaftlich und kulturell sehr von den anderen: andere Sprachen, Kleidung, Essen, Religion… die Staaten sind so unterschiedlich, wie europäische Länder zu einander.

Frauen in Orissa

Frauen in Orissa

Ich kann nur sagen, in einigen Regionen Indiens fühle ich mich sehr sicher, in anderen gebe ich etwas mehr acht und in einigen möchte ich als Frau alleine lieber nicht sein.

Himachal Pradesh, der Bergstaat, in dem ich mich zuhause fühle, ist wahrscheinlich sicherer als so manche Ecke in Deutschland. Hier leben die Menschen in Dörfern, jeder kennt jeden und alle geben aufeinander acht. Auch auf mich! Die Menschen sind Großgrundbesitzer und arbeiten körperlich hart auf ihren Apfelplantagen, sind aber nicht arm, jedes Kind geht zur Schule. Die Menschen sind an Ausländer gewöhnt und schenken ihnen kaum noch besondere Aufmerksamkeit.wie in einer Familie.

Ähnlich ist es in dem  christlichen Kerala und Goa, im buddhistischen Ladakh und in einigen Teilen der Metropolen Delhi, Mumbai und Bengalore.

Andere Regionen, besonders die ländlichen in den ärmeren Staaten, finde ich zwar sehr interessant, doch besuche ich sie lieber in Begleitung einer Handvoll indischer Freunde.

Als weiße Frau errege ich einfach zuviel Aufmerksamkeit der oft ungebildeten Männer. Diese kennen „Westlerinnen“ nur aus ihren „Sexy Movies“ . Was sie in diesen Filmen sehen, ist etwas ganz anderes, als das, was sie von zu hause gewohnt sind. Dort haust die gesamte Familie meist in einem Raum und für Intimitäten ist kein Platz. Kommt dann noch Alkohol ins Spiel und ist die „Weiße“ etwas zu wenig gekleidet, dann drehen die Inder manchmal durch.

Hinzu kommt leider auch, das kulturell bedingt  der indische Mann nicht all zuviel Respekt für die Frau an sich aufbringt. Aber, dass ist ein weites und anderes Thema.

Bildung, Wohlstand, Tourismus. An diesen Parametern kann man also ganz deutlich abmessen, wie sicher eine indische Region für eine Frau ist, sowohl im Lande, als auch in der Stadt.

Ich habe so viele indische männliche Freunde (viel mehr als weibliche indische)und sie sind die besten, die ich mir Wünschen kann!  Beschützend, aufmerksam, spaßig, unternehmungslustig, freundlich und immer für mich da: auf einen indischen Freund kann man sich in der Tat verlassen!

Eigentlich  sind sie es, die mich vor den „anderen“ Indern warnen.

Dennoch, ich bewege mich in Indien frei und meines Erachtens auch ganz normal. Für diesen Artikel habe ich ein bisschen im Internet gesurft und viele tolle Artikel mit Verhaltenstipps für Frauen in Indien gefunden!

Im Grunde zählen diese Artikel einfach nur  ganz normale indische Verhaltensweisen auf: angemessene Kleidung, angemessene Konversation, angemessen Begleitung, angemessene Tageszeit. Hält man sich daran, ist man als Frau so sicher in Indien, wie in jedem anderem Land.

Mich hat erschrocken, wie viele negative Kommentare zu diesen Tipps kamen, nach dem Motto: „Wenn ich in andere Länder reise, dann möchte ich mich dort so Verhalten, wie in Deutschland!“ Aber das ist Reisen eben nicht. Reisen bedeutet auch, sich an die Kultur und Gepflogenheiten der Einheimischen anzupassen und mit ihnen zu leben. Und das sollte man auch in Indien machen.

Mit ein wenig Respekt und Vorsicht und ganz viel Neugier kann eine Reise nach Indien für jede westliche Frau zum ihrem schönsten Erlebnis werden!

Delhi Zentrum. Mitternacht. 31. Dezember 2009. Die Straßen sind dunkel und verlassen, keine Menschenseele außer mir und meiner Freundin in den stillen Gassen der tagsüber so erfüllten Metropole. Da, plötzlich Menschen. Sie kommen näher,auf uns zu: 10 Jungen, angetrunken, ausgelassen. In Feierlaune. Sie sehen uns, werden schneller, sind schon da. Reichen uns die Hände und wünschen lautstark „Happy New Year! Happy New Year!“ und dann lassen sie nicht mehr los, ihre Hände auf einmal überall!!! Ein lauter Schrei und sie rennen davon…

 

Dieses Ereignis vor 5 Jahren, als ich zusammen mit einer Freundin als Freiwillige in Delhi arbeitete, macht mich noch heute traurig. Ja traurig. Nicht wütend oder ängstlich. Nein. Ich bin nur noch immer enttäuscht darüber, dass es einige wenige männliche Inder gibt, die den Ruf ihres  wunderbaren Landes zerstören und Frauen angst machen, Indien kennen zulernen.

Ich weiß nicht, was geschehen wäre, hätte meine Freundin in dieser Nacht nicht ihre Gedanken zusammen genommen und laut geschrien.

Damals, beide neunzehn Jahre alt, lebten wir bei einer älteren Inderin, die uns ständig davor warnte, noch im dunkeln draußen zu sein oder mit männlichen Indern etwas zu unternehmen.

Wir nickten nur,  nahmen, die alte Frau jedoch nicht sehr ernst, stiegen in Autos angetrunkener Männer, kamen nachts vom Kino wieder oder schliefen in der billigsten Zugklasse, die mit Männern überfüllt waren.

Bis auf den einen Vorfall ist uns nie etwas passiert. Und dennoch, heute 5 Jahre nach meiner Freiwilligenzeit,  lebe ich zwar noch immer in Indien, jedoch deutlich vorsichtiger als zuvor!

Ich liebe dieses Land. Ich bin nie in meinem Leben so glücklich gewesen, wie in Indien: Tolle Natur, das beste Essen, bunte Farben, interessante Kulturen, die freundlichsten Menschen und ganz viel Spiritualität.

In diesem Artikel möchte ich keine Verhaltensvorschläge für Frauen geben, die nach Indien Reisen, davon gibt es schon zu viele. http://www.frau-auf-reisen.de/?p=4500

Ich möchte in diesem Essay von meinen ganz persönlichen Leben als Frau in Indien erzählen und meine Erfahrungen teilen, die ich mit der indischen Männerwelt gemacht habe.

Trotz der Warnungen der Medien, meiner Familie und Freunde, habe ich mich ganz bewusst für ein Leben in Indien entschieden und es nie bereut.

Ich muss dazu sagen, dass ich natürlich nicht in Delhi oder in einen der anderen Metropolen Indiens lebe, auch ein leben in den ärmsten Staaten Indiens, wie in Bihar oder Madya Pradesh, reizt mich nicht wirklich.

Nein, ich lebe in einem kleinen Bergdorf im indischen Himalaya: in Manali. Manali befindet sich 500 km nördlich von Delhi  und ist ein sehr beliebter Touristen Ort, sowohl bei indischen, als auch bei westlichen Touristen. Hierher zieht es viele zum Outdoorsport in den Bergen und so bin auch ich nach Manali gekommen.

Indien ist nicht gleich Indien. Oft werden mir allgemeine Fragen zu Indien gestellt und es fällt mir schwer sie zubeantworten. Der indische Subkontinent ist 3, 3 Millionen km² groß mit 29 Staaten. Jeder einzelne von ihnen unterscheidet sich landschaftlich und kulturell sehr von den anderen: andere Sprachen, Kleidung, Essen, Religion… die Staaten sind so unterschiedlich, wie europäische Länder zu einander.

Ich kann nur sagen, in einigen Regionen Indiens fühle ich mich sehr sicher, in anderen gebe ich etwas mehr acht und in einigen möchte ich als Frau alleine lieber nicht sein.

Himachal Pradesh, der Bergstaat, in dem ich mich zuhause fühle, ist wahrscheinlich sicherer als so manche Ecke in Deutschland. Hier leben die Menschen in Dörfern, jeder kennt jeden und alle geben aufeinander acht. Auch auf mich! Die Menschen sind Großgrundbesitzer und arbeiten körperlich hart auf ihren Apfelplantagen, sind aber nicht arm, jedes Kind geht zur Schule. Die Menschen sind an Ausländer gewöhnt und schenken ihnen kaum noch besondere Aufmerksamkeit.wie in einer Familie.

Ähnlich ist es in dem  christlichen Kerala und Goa, im buddhistischen Ladakh und in einigen Teilen der Metropolen Delhi, Mumbai und Bengalore.

Andere Regionen, besonders die ländlichen in den ärmeren Staaten, finde ich zwar sehr interessant, doch besuche ich sie lieber in Begleitung einer Handvoll indischer Freunde.

Als weiße Frau errege ich einfach zuviel Aufmerksamkeit der oft ungebildeten Männer. Diese kennen „Westlerinnen“ nur aus ihren „Sexy Movies“ . Was sie in diesen Filmen sehen, ist etwas ganz anderes, als das, was sie von zu hause gewohnt sind. Dort haust die gesamte Familie meist in einem Raum und für Intimitäten ist kein Platz. Kommt dann noch Alkohol ins Spiel und ist die „Weiße“ etwas zu wenig gekleidet, dann drehen die Inder manchmal durch.

Hinzu kommt leider auch, das kulturell bedingt  der indische Mann nicht all zuviel Respekt für die Frau an sich aufbringt. Aber, dass ist ein weites und anderes Thema.

Bildung, Wohlstand, Tourismus. An diesen Parametern kann man also ganz deutlich abmessen, wie sicher eine indische Region für eine Frau ist, sowohl im Lande, als auch in der Stadt.

Ich habe so viele indische männliche Freunde (viel mehr als weibliche indische)und sie sind die besten, die ich mir Wünschen kann!  Beschützend, aufmerksam, spaßig, unternehmungslustig, freundlich und immer für mich da: auf einen indischen Freund kann man sich in der Tat verlassen!

Eigentlich  sind sie es, die mich vor den „anderen“ Indern warnen.

Dennoch, ich bewege mich in Indien frei und meines Erachtens auch ganz normal. Für diesen Artikel habe ich ein bisschen im Internet gesurft und viele tolle Artikel mit Verhaltenstipps für Frauen in Indien gefunden!

Im Grunde zählen diese Artikel einfach nur  ganz normale indische Verhaltensweisen auf: angemessene Kleidung, angemessene Konversation, angemessen Begleitung, angemessene Tageszeit. Hält man sich daran, ist man als Frau so sicher in Indien, wie in jedem anderem Land.

Mich hat erschrocken, wie viele negative Kommentare zu diesen Tipps kamen, nach dem Motto: „Wenn ich in andere Länder reise, dann möchte ich mich dort so Verhalten, wie in Deutschland!“ Aber das ist Reisen eben nicht. Reisen bedeutet auch, sich an die Kultur und Gepflogenheiten der Einheimischen anzupassen und mit ihnen zu leben. Und das sollte man auch in Indien machen.

Mit ein wenig Respekt und Vorsicht und ganz viel Neugier kann eine Reise nach Indien für jede westliche Frau zum ihrem schönsten Erlebnis werden!