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Tag 1 der Expedition: Von Manali zum Beaskund See/ Tag 2: Von Manali zum Camp 1 und wieder zurück

Tag 1 Zum Beaskund See (Base Camp)

Mit großen schweren Rucksäcken, drei Trägern und bereit für ein Abenteuer starteten wir am Morgen mit dem Auto nach Dundhi um von hier mit einen fünfstündigen Trek zum Beaskund See.

Ich war ganz schön angespannt, war ich doch mit vier kräftigen Männern unterwegs, drei davon ausgebildete Bergsteiger aus Manali und ein Kunde. Dieses Mal trugen wir unsere komplette Ausrüstung selbst und ich musste mithalten!

Unsere Gruppe

Unsere Gruppe

Rein sportlich betrachtet, war ich fit, doch das Gewicht auf meinem Rücken war ungewohnt und das Terrain unterschied sich deutlich von dem in Ladakh! Durch meine langen Treks in Ladakh war ich zwar gut akklimatisiert, doch rein koordinativ hatten mich diese Treks nicht auf die Expedition vorbereitet. Es ging hopsend von Stein zu Stein, Flüsse und Bäche mussten überquert werden und besonders die Moräne bereitete mir Schwierigkeiten und ich musste teilweise sogar meine Hände benutzen.

Trekking durch die reizvolle Landschaft

Trekking durch die reizvolle Landschaft

Trotzdem konnte ich gut im Tempo mithalten und genoss die wilde Natur meines geliebten Kullu Tales. Ach ja, die grünen Blumenwiesen, sprudelnde Bäche, kleine und große Felsen machen diese Gegend schon zu etwas ganz Besonderem!

Wir erreichten unser Camp gegen 3 Uhr, pünktlich vor dem Regen. Der Beaskund See lag etwas weiter weg und ich wurde darum gebeten, doch erst nach der Expedition den See zu besuchen, war es Frauen doch aus religiösen Gründen verboten dort hin zugehen.

 

Frühstück im Base Camp

Frühstück im Base Camp

Naja, ich war eh zu Faul und hatte keine Lust in diesem Moment das ewig andauernde Frau-Mann Thema aufzugreifen.

So genoss ich mein dar sein im Küchenzelt, welches wir sowieso nur für zwei Tage nutzen würden, bevor es hoch hinauf gehen würde.

Gemeinsam kochten wir Hühnchen und lernten uns gegenseitig kennen.

Tag 2 „Load Ferry“

Am Tag 2 taten wir etwas, dass ich nicht direkt ins Deutsche übersetzen kann und sich “ Load Ferry“ nennt. Gemeint ist damit, der Transport unseres Gepäcks ins nächste Camp um dann wieder zurück zum Base Camp zu gehen und dort zu schlafen. Dies macht Sinn aus mehreren Gründen: Zum Einen dient es der Akklimatisation, hoch laufen und tiefer schlafen. Zum Anderen haben wir so schon extra Ladung nach oben geschafft und müssen nicht alles auf einmal tragen. Außerdem haben wir an diesem Tag unsere Kletterschuhe getragen um uns schon einmal an diese steiferen Schuhe zu gewöhnen. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten, meine Balance zu finden, später ging es aber relativ gut.  Der Weg war sehr steil und ging über starkes Geröll. Wir passierten einen hängenden Gletscher, von dem immer wieder mit Lautem krachen Eis und Stein herunter vielen. Was für eine Geräuschkulisse! Ich hätte das Camp 1 fast übersehen. Bestand es doch nur aus 4 flachen Feldern auf denen gerade mal ein paar Zelte platz hatten. Zu drei Seiten ging es steil bergab. Zur dritten Seite steil bergauf.

Welche Aussicht auf dem Weg zum Camp 1

Welche Aussicht auf dem Weg zum Camp 1

Müde von der schweren Last und kalt von der feuchten Luft, verstauten wir schnell das mitgebrachte Gepäck um dann schnell unser Mittag zu essen: Einen Schokoriegel! Wir sollten uns schon einmal an die etwas andere Kost gewöhnen.

Überhaupt ist das Thema „Essen“ auf einer Expedition, schon ein ganz spezielles Thema für sich.  zwar war ich auf die Nahrung vorbereitet, schließlich hatte ich sie ja mit ausgesucht und gekauft, doch schon zum ersten Frühstück vermisste ich Ketchup auf meinem Omelett. Dabei war selbst ein Ei schon ein Luxus, den wir uns nur am ersten Tag gönnten, hatten wir für diesen Tag ja noch Träger. Doch wenn man plötzlich alles selbst tragen muss, wird selbst ein extra Löffel schwer und so hatten wir wirklich nur das nötigste mit!

Hey, wann darf man schon mal ohne schlechtes Gewissen Schoko-Riegel zum Frühstück, Mittag und Abendbrot essen? 🙂

Natürlich hatten wir zum Frühstück auch Müsli und Haferflocken und zum Abendbrot gab es oft Nudeln oder Couscous (letzteres zum Leidwesen der Inder :)).

Zum Mittag dann Schokolade, Nüsse, Käse, also alles das, was viel Energie hat!

Abstieg mit leerem Rucksäcken zum Base Camp

Abstieg mit leerem Rucksäcken zum Base Camp

Vom Camp 1 ging es heute erst einmal wieder hinab und wir genossen die letzte Nacht im Base Camp!